Birds.

Let’s stay awake and listen to the dark
Before the birds, before they all wake up
It’s the ending of a play and soon begins another
Hear the leaves applaud the wind

See the sun come rising and white-wings start to fly
Like strings of pearls in the firey sky
I don’t want to close my eyes, don’t want to leave the stage now
As the leaves applaud our stay

Lend me yours wings and teach me how to fly
Show me when it rains, the place you go to hide.
And the curtains draw again and bow – another day ends
The leaves applaud the wind

Emiliana Torrini – “Birds”



Höhlenbärin
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Uhrzeit geschrieben am 22. Jun 2010, 10:48 Uhr von Höhlenbärin,
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Blick nach draußen.

Es ist ein ruhiger Sonntagvormittag. Draußen wiegen sich die Bäume mit ihren grün-golden leuchtenden Blättern sanft im Wind. Ich bin zuhause. Solche Wochenenden sind wie Urlaub für die Seele. Ich will einfach mal nichts tun. Aber da ich permanent das Gefühl habe, dass ich ohnehin schon zu häufig nichts tue, erschleicht mich immer wieder ein schlechtes Gewissen. Die Hausaufgaben für den Schwedischkurs sind erledigt. Mein Beitrag als Diskutant für das Referat am Mittwoch ist erstmal fertig. Dennoch komme ich noch nicht zur Ruhe, bin noch unzufrieden. Es bleibt eine Rest-Unsicherheit. Es gäbe noch tausend andere Dinge, die angepackt werden müssten: der Fragebogen für Umfrageforschung, das Referat für Mediaplanung, die Vorbereitung für mein Praktikum im August. Und nicht zu vergessen: Klausuren! Hausarbeiten! Es geht wieder los! Die Uni versucht mich einzunehmen. Doch ich lasse mich nicht einnehmen. Meist siegt die Faulheit. Denn dieses Semester ist es besonders frustrierend. Wir haben nur sehr wenige Stunden in der Woche. Dann dreht sich alles nur um das eine leidliche Thema: Öffentliche Meinung. Ständig müssen wir uns von sämtlichen Dozenten Dinge anhören, die wir schon tausend Mal im Verlauf unseres Studiums gehört haben. Tja, und für nächstes Semester ist keine Besserung in Sicht, wieder nur Forschung. Und danach geht’s auch schon an die Abschlussarbeit. So wird es mir immer bewusster: Mit dem Bachelor allein werde ich später wohl kaum was beruflich anfangen können. Aber was dann? Master? Ausbildung? Praktika? Was will ich überhaupt mal machen? Zukunftsfragen, die mir die Bäume da draußen auch nicht beantworten können…

Bis bald,
die Höhlenbärin.



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Uhrzeit geschrieben am 20. Jun 2010, 12:11 Uhr von Höhlenbärin,
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Ausflug ins Wildgehege Moritzburg.

Gestern hatten wir ein so schönes, sonniges Wetter. Perfekt, um die Tasche mit Kamera, Sonnenbrille, Bananen und Mineralwasser zu bepacken und mit dem Bus nach Moritzburg zu fahren. Dort gibt es neben dem berühmten Schloss auch ein recht großes Wildgehege mit einigen heimischen Tierarten. Gestern fuhren wir da nun zum allerersten Mal hin und waren für den kleinen Eintritt von 3 € pro Person hellauf begeistert von der Anlage und den Tieren. Besonders die zahlreichen Wildschweine hatten es uns angetan, wie sie direkt vor unseren Augen in ihrem riesigen, abwechslungsreich gestalteten Gehege grunzend den Matsch durchwühlten. Entzückt waren wir außerdem von einem Luchs, der uns mit einem zarten “Miau” begrüßte. Etwas weiter des Weges ließen sich Ziegen, Marderhunde, ein Rotmilan, ein Wolf, Mufflons, Uhus, Rotwild, weißes Rotwild, Damwild, Fasane, Meerschweinchen, Kaninchen, Hängebauchschweine, verschiedene Fuchsarten und Elche beobachten. Ganz interessant waren die Nutrias, bei denen wir uns eine ganze Weile aufhielten. Die Umzäunung hatte eine Schwachstelle, durch die sich eines der Tiere gequetscht hatte. Außerdem lief dort noch eine einäugige Maus umher und Ratten hatten sich im “Nest” der Nutrias angesiedelt. Als wir dann weiter unseres Weges gingen, fielen uns noch einige weitere geflüchtete Nutrias auf, die in einem Sumpfgebiet des Wildgeheges umher schwammen. Neben den ausgeschilderten Tieren erregten noch viele andere Vögel und Insekten unsere Aufmerksamkeit. So wissen wir jetzt auch, wie Goldammer, Drosselrohrsänger und Schlupfwespe aussehen.
Da hab ich mich mal wieder rundum wohl gefühlt und konnte ganz vergessen, dass morgen die Pflingstferien zu Ende gehen und damit die Uni schon wieder weiter geht. Aber so kehrt man wenigstens gestärkt wieder in den Alltag zurück :-)

Bis bald,
die Höhlenbärin.



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Uhrzeit geschrieben am 30. Mai 2010, 21:18 Uhr von Höhlenbärin,
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In the forest.

Das Wandern durch die Sächsische Schweiz ist von einer von vielen möglichen Arten der Beschäftigung zur absoluten Leidenschaft geworden. Es gibt dort neben der atemberaubenden Schönheit der Natur im Ganzen so viele spannende Dinge im Kleinen zu entdecken. Es gibt für mich zur Zeit nichts Befriedigenderes als Vögel zu hören, zu sehen und zu bestimmen, kleine Fische im rauschenden Bach zu entdecken, die Farbenpracht der Blumen auf Wiesen und Auen zu bestaunen und deren erheiternde Wirkung zu genießen, kleine schillernde Käfer zu fotografieren und sich für unbekannte Schneckenarten fantasievolle Namen auszudenken. Es macht so glücklich, die ein Dutzend verschiedenen Moossorten auf den feuchten Felsen zu betrachten, zu riechen und zu fühlen. Den weichen, federnden Waldboden unter den schweren Wanderschuhen zu spüren. So richtig in den sandigen Matsch zu stampfen. Tiefe Pfützen auf dem Waldweg zu erforschen. Die feuchte Luft in den Schlüchten zu atmen. Den Klang der Ruhe zu genießen. Menschenleere Wege zu entdecken und über keine anderen Sorgen zu grübeln, als über die Zeit und das Finden des Nachhausewegs. Diese kleinen Dinge erzeugen in mir ein großes Staunen darüber, wie schön doch die Welt da draußen, abseits von Dorf und Stadt, sein kann. Aber es macht mich auch traurig. Plötzlich habe ich das Gefühl, solche Gegenden nicht mehr betreten zu dürfen, denn all das ist so schützenswert und es tut mir immer wieder so leid um das, was Pflanzen und Tiere durch uns Menschen tagtäglich erleiden müssen.

An dieser Stelle gebührt dem Glasperlenspieler ein dickes Dankeschön, der immer bemüht ist, mit Hilfe der Kamera die tollen Eindrücke festzuhalten!!! Konkrete Wandervorschläge finden sich auch bei ihm.

Bis bald,
die Höhlenbärin.



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Uhrzeit geschrieben am 18. Mai 2010, 21:40 Uhr von Höhlenbärin,
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Entspannen.

Okay, mein Tatendrang hat sich in den letzten Tagen doch (erwartungsgemäß) verringert. Aber man muss sich eben erstmal wieder an das “Bloggen” gewöhnen. Ich weiß noch nicht ganz, wo es denn hinführen soll. Doch wie ich immer mehr merke, sollte ich weniger über mich und meine Handlungen nachdenken und eben einfach mal machen!!! Niemand wird mich dafür hassen. Und selbst wenn: Ich sollte das nicht persönlich nehmen… Aber es ist eben alles nicht immer so einfach. Und genau dafür soll “die Höhle” da sein, nämlich um Dinge zu verarbeiten und vielleicht auch, um zu lernen, loszulassen. Auch aus diesem Grund ist die Seite etwas anonymer geworden. Es muss schließlich nicht jeder genau aufgelistet bekommen, wie ich aussehe, wie alt ich bin, wie meine Wohnung aussieht, was ich mir alles wünsche, welche Musik ich genau höre usw. Das merkt man wohl dann, wenn man meine Schreiberei verfolgt. Und damit bin ich zufrieden.

Bis bald,
die Höhlenbärin.



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Uhrzeit geschrieben am 18. Mai 2010, 20:42 Uhr von Höhlenbärin,
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